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Gemüse und Früchte im Rhythmus der Jahreszeiten
2009-04-10

Frühling:
Der Frühling ist die Zeit des Erwachens, auch die Sonne kehrt zurück in den Norden - die Tage werden länger und die Nächte kürzer.
Am 21. März ist der Tag der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche; der Winter ist besiegt.
Der Frost und die Kälte ziehen sich zurück und machen der wärmenden Sonne Platz. Die Natur erwacht zu neuem Leben, man spricht auch von einer Geburt.
Die Säfte der Pflanzen strömen nach oben in die Äste, wo die Blätter gebildet werden. Die ersten Sprösslinge durchstossen die Erde, neues Leben will sich manifestieren.
April bedeutet im Lateinischen „aprire“, was bedeutet, „sich öffnen“.
Menschen, Tiere und Pflanzen öffnen sich dem Leben, der Wald beginnt zu grünen, alles wächst und dehnt sich der Sonne entgegen.
Im Mai kommt absolute Lebensfreude auf, der Monat der Liebe und Hoffnung.
Das Leben ist im Wachstum und erwartet freudig, die im Sommer stattfindende Befruchtung.

Der Frühling ist aber auch die Zeit der körperlichen Reinigung, der Bewegung, des Fastens und Entschlackens.
Die Natur hilft uns auch hier, sie schenkt uns alle möglichen Produkte, die reinigend wirken. Für die Frühjahrskur sind sie von zentraler Bedeutung. Alte, verbrauchte Stoffe müssen ausgeschieden und durch neue ersetzt werden.
Der Frühling steht aber auch für die Reinigung des Organismus.
Folgende Lebensmittel haben eine blutreinigende, blutbildende und harntreibende Wirkung:
• Bärlauch
• Brennessel
• Brunnenkresse
• Erbsen
• Karotten
• Kartoffel
• Keimlinge und Sprossen
• Knoblauch
• Kohlraben
• Kresse
• Löwenzahn
• Meerrettich
• Radieschen
• Rettich
• Rhabarber
• Sauerkraut
• Schwarzwurzel
• Spargel
• Spinat
• Zwiebel
• Erdbeeren
• Kirschen

Energiemaximum Leber – Meridian
Gallenblasen – Meridian

Energie aufnehmend: Herz – Meridian
Kreislauf - Meridian
Dünndarm – Meridian
Dreifach – Erwärmer – Meridian

Energieminimum: Milz – Pankreas - Meridian
Magen - Meridian
Lungen - Meridian
Dickdarm - Meridian

Energie abgebend: Nieren - Meridian
Blasen - Meridian


Sommer:
Mit der Sommersonnwende, die am 21. Juni stattfindet, wird der Sommer eingeleitet. Alles erwärmt sich und die Erde empfängt die Befruchtung.
Die Zeit der Reinigung ist vorbei, auch die Phase des Keimens und des Heranwachsens.
Im Juni zeigen bereits viele Pflanzen ihre Geschlechter, die Natur teilt sich in zwei Gruppen; eine weibliche und eine männliche, in weibliche Samenanlagen und männliche Pollen.
Der Juli ist die Zeit der Befruchtung und Hingabe, die männlichen Pollen suchen die weiblichen Blüten, um sie zu befruchten. Die Blüten öffnen sich um das Leben zu empfangen.
Der August löst die ganze Harmonie zwischen den weiblichen und männlichen Energien auf und die Befruchtung ist beendet.
Die Sonne, das männliche Prinzip, gewinnt Oberhand und trocknet das Land aus, Gelb und Gold, die Farben der Trockenheit, der Hitze und des Reichtums nehmen überhand.
Die Pflanzen wenden sich nach innen und widmen sich dem neuen Leben, das in ihnen heranwächst.
Für den Menschen ist es die Zeit der Aktivität und des Lebens. Langgehegte Ideen werden verwirklicht und umgesetzt.
Der Sommer ist aber auch die Zeit des Lachens. Für unsere Lebendigkeit ist es sehr wichtig, uns mit lebendiger Nahrung optimal zu versorgen, viel Rohkost und Früchte, die unseren überhitzten Organismus kühlen, zu uns zu nehmen.
Durch lebendige Lebensmittel manifestiert sich neues Leben in unserem Körper. Der Sommer mit seiner Hitze belastet unseren Organismus aufs Höchste, wir sind daher auf leichte Kost angewiesen.
Viel knackiges Gemüse in Form von Salaten, frischen Früchten, Keimlinge, Sprossen und viel Flüssigkeit sind unabdingbar.
Folgende Lebensmittel haben viel Flüssigkeit, sind leicht verdaulich und unterstützen die Atmungsorgane:


Blattsalate
Gurken
Karotten
Kartoffel
Knoblauch
Kohlrabi
Mangold
Meerrettich
Peperoni
Rettich
Spinat
Sprossen und Keimlinge
Stangensellerie
Tomaten
Zucchini
Zwiebel

Aprikosen
Heidelbeere
Himbeere
Johannisbeere
Pfirsich
Stachelbeere
Zwetschgen

Energiemaximum: Herz – Meridian
Kreislauf – Meridian
Dreifach – Erwärmer – Meridian
Dünndarm – Meridian

Energie aufnehmend: Milz – Pankreas – Meridian
Magen - Meridian
Lungen – Meridian
Dickdarm – Meridian

Energieminimum: Nieren – Meridian
Blasen – Meridian

Energie abgebend: Leber – Meridian
Gallenblasen - Meridian


Herbst:
Im Herbst ist die Reifung aller Pflanzen abgeschlossen. Der Herbst bringt uns eine Fülle von Lebensmitteln, die uns die Jahreszeit des Erntens und Essens bringt.
Mensch und Tier können aus dem Vollen schöpfen, Gemüse, Früchte, Nüsse und Getreide; alles ist reichhaltig vorhanden. Es ist eine Zeit des Geniessens und Schlemmens.
Die Wälder erleuchten in schillernden Farben, wie Rot, Gelb, Grün und Braun und in allen nur
erdenklichen Nuancen. Ein grosses Finale, bei dem die Natur in einem farbigen Goldrausch Abschied nimmt vom oberflächigen Leben oder dem Aussen.
Blätter fallen zu Boden und die Bäume und Pflanzen ziehen sich zurück in die Erde und konzentrieren ihre Lebenssäfte in ihre Wurzeln. Die Sonne zieht sich in den Süden zurück, die Zeit des Rückzugs und des Sterbens hat begonnen, die Bäume stehen wie grosse Skelette in der Landschaft. Kälte und Feuchtigkeit bestimmen die Zeit; Sterben heisst Neubeginn.
Der Herbst ist die Zeit der seelisch-geistigen Reinigung, die körperlichen Aktivitäten lassen nach. Es ist eine Arbeit, um in die Tiefen des Unterbewusstseins zu gehen. Es ist eine Zeit, um ein neuer Mensch zu werden und im Einklang mit der Natur zu schwingen.
Der Herbst ist die Zeit der Verdauung, wir benötigen auch vermehrt pflanzliches Eiweiss.
Auch diese Jahreszeit liefert uns genau die Produkte, die wir brauchen. Unser Immunsystem muss gestärkt werden und da liefert der Herbst uns die richtigen Produkte:
• Blumenkohl
• Broccoli
• Fenchel
• Grünkohl
• Gurken
• Karotten
• Kartoffeln
• Knoblauch
• Kürbis
• Maronen
• Peperoni
• Randen
• Rosenkohl
• Rotkohl
• Rüben
• Schwarzwurzel
• Sellerie
• Tomaten
• Topinambur
• Weisskohl
• Zucchini
• Zwiebel

• Äpfel
• Birnen
• Preiselbeeren
• Trauben
• Zwetschgen


Energiemaximum: Milz – Pankreas – Meridian
Magen – Meridian
Lungen – Meridian
Dickdarm – Meridian

Energie aufnehmend: Nieren – Meridian
Blasen – Meridian

Energieminimum: Leber – Meridian
Gallenblasen – Meridian

Energie abgebend: Herz – Meridian
Kreislauf – Meridian
Dreifach – Erwärmer – Meridian
Dünndarm - Meridian

Winter:
Der Winter bringt uns die längste Nacht und damit ist auch der Rückzug der Sonne abgeschlossen.
Alle Säfte sind in den Wurzeln gespeichert, die Samen, die im Frühjahr neues Leben entfalten werden, sind tief im Erdreich vergraben.
Die Erde hat sich zur Ruhe begeben, mit einer Decke aus Schnee und Eis zugedeckt. Die Natur und der Mensch brauchen Ruhe, um sich von Strapazen des letzten Jahres zu erholen, um neue Kräfte zu sammeln für das, nun im Winter neu anbrechende Jahr; alles will sich regenerieren.
Die Schneedecke ist eine wertvolle Hilfe, sie ist Schutz vor der Sonne, dass sich die Erde nicht zu früh erwärmt und Wachstumsprozesse in Gang setzt.
Ruhe und Passivität ist angesagt, schweres Essen macht uns passiv und müde. Die Melantoninproduktion läuft auf Hochtouren und macht uns ruhig und schläfrig.
Mit der Erhöhung der körperlichen Verbrennung, das heisst , viel Wintergemüse, steigt unsere geistige Verarbeitung und Ausscheidung.
Im Winter hat sich der Organismus umgestellt und sich den widrigen Verhältnissen angepasst. Kohlgemüse und Bohnengerichte sollten der Hauptbestandteil unserer Ernährung sein. Nieren und Blase sind voll in Aktion, für ihre Unterstützung hat uns die Natur gut versorgt:


• Bohnen aller Art
• Fenchel
• Grünkohl
• Kartoffeln
• Knoblauch
• Kürbis
• Meerretich
• Randen
• Rettich
• Rotkohl
• Rüben
• Sauerkraut
• Schwarzwurzeln
• Sellerie
• Topinambur
• Weisskohl
• Zwiebel

• Äpfel
• Birnen


Energiemaximum: Nieren – Meridian
Blasen – Meridian

Energie aufnehmend: Leber – Meridian
Gallenblasen – Meridian

Energieminimum: Herz – Meridian
Kreislauf – Meridian
Dreifach – Erwärmer – Meridian
Dünndarm – Meridian
Energie abgebend: Milz – Pankreas – Meridian
Magen – Meridian
Lungen – Meridian
Dickdarm - Meridian

Die Heilkräuter
Für die Heilkräuter gilt das Gleiche, wie für die Ernährung. Wenn wir mehrere Kräuter zur Auswahl haben, sollten wir immer diejenigen bevorzugen, die momentan gepflückt werden können.
Sie repräsentieren das derzeitige Muster der Natur.
Die Unterschiede von Jahreszeit zu Jahreszeit sind nicht nur energetischer Natur.
Es konnte gezeigt werden, dass beispielsweise Löwenzahn im Laufe eines Jahres drei verschiedene Phasen durchläuft.

1. Phase im Frühling
Die frischen jungen Wurzeln und die feinen Blätter enthalten viel Bitterstoffe.

2. Phase im Sommer
Die gleiche Pflanze baut den höchsten Gehalt an Insulin auf.

3. Phase im Herbst
Die gleiche Pflanze baut den höchsten Gehalt an Taraxin auf.

Frühlingskräuter:

Für die allgemeine Reinigung:
Birkenblätter
Benediktenwurzel
Schwertlilienwurzel
Brennnessel
Spitzwegerich
Löwenzahn
Eschenblätter
Holunderblätter
Schlehdornblätter
Tannennadeln
Taubnesseln
Thymian
Gänseblümchen
Schlüsselblume

Sommer:

Im Frühling stiegen wir aus der winterlichen Depression in das Hochgefühl der Maienlust. Wir nahmen die Wachstumsenergien in uns auf und wuchsen unserem energetischen Maximum entgegen. Die Gefahr, die nun im Sommer besteht, vor allem an den Hundstagen, ist die, dass wir zuviel Energie aufnehmen und das verträgliche Höchstmass überschreiten.
Folgende Kräuter wirken gegen Nervosität, Schlaflosigkeit und Anspannung:


Sommerkräuter:

Baldrian
Brennnessel
Johanniskraut
Kamille
Melisse
Rosmarin
Wermut

Das Herz muss im Sommer seine Höchstleistung vollbringen:
Melisse
Weissdorn
Rosmarin
Raute

Magen und Dickdarm haben ihr energetisches Tief überwunden und bereiten sich auf ihr Energiemaximum vor:
Fenchel
Gänseblümchen
Kamille
Pfefferminze
Löwenzahn
Melisse
Rosmarin
Schafgarbe
Wermut

Leber und Galle ziehen sich aus dem körperlichen Geschehen zurück und bessern die entstandenen Schäden aus:
Heublumen
Johanniskraut
Löwenzahn
Melisse
Pfefferminze
Rosmarin
Wermut
Mariendistel

Nieren und Blase durchlaufen im Sommer ihr energetisches Minimum, ihre Regeneration kann mit folgenden Kräutern unterstützt werden:
Brennnessel
Goldrute
Heublume
Schachtelhalm

Herbst
Im Herbst muss der Organismus vor allem zwei Anforderungen gerecht werden: er muss den Winterspeck ansetzen und sein Immunsystem stärken.

Herbstkräuter:
Für die Aktivierung des Magen – Darm – Traktes stehen uns folgende Kräuter zur Verfügung:
Beifuss
Fenchel
Hopfen
Kalmus
Rosmarin
Salbei
Schafgarbe
Tausendgüldenkraut
Wermut

Für den Aufbau des Immunsystems:
Gänseblümchen
Goldrute
Hagenbutte
Holunder
Vogelbeeren
Malve
Sanddorn
Thymian

Leber und Galle durchlaufen ihr energetisches Minimum, zur Regeneration:
Mariendistel
Wermut
Rosmarin

Nieren und Blase nehmen ihre Arbeit auf:
Goldrute
Wacholder
Hagenbutten


Winter
Im Winter wachsen, mit Ausnahme der Mistel, keine Heilkräuter.
In dieser Jahreszeit können wir nur die Kräuter verwenden, die wir getrocknet und als Wintervorrat angelegt haben.
Auch hier zeigen sich die Gesetze der Natur, verwenden Sie Kräuter aus der Herbstzeit.

Winterkräuter:
Mistel

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