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MEINE BESTE FREUNDIN IST EIN MANN
2006-01-03

Kennen Sie den Film „Harry und Sally“? Diese beiden sympatischen Menschen, die versuchen eine Freundschaft aufzubauen und den Sex dabei ausser acht zu lassen?
Auch AURARIUM hat sich mit dieser Frage auseinandergesetzt.

Wie oft im Leben mussten wir uns diesem Problem schon stellen? Und wie oft schon ist es uns nicht gelungen, dieses zu lösen? Können wir Freunde bleiben, wenn die Beziehung beendet, wenn die Liebe gestorben ist? Gibt es überhaupt Freundschaft zwischen Mann und Frau?
Wir reden hier von Freundschaft, nicht von Liebe und schon gar nicht von Sex. Freundschaft, mit allen Höhen und Tiefen, mit Vertrauen und gegenseitigem Verständnis. Dazu gehört miteinander zu lachen, dem anderen zuzuhören, die Nacht mit ihm durchzumachen, ihn zu trösten, sich gegebenenfalls mit ihm zu betrinken und ihn, wenn es nötig ist, zum Scheidungsanwalt zu begleiten.

Um eine Freundschaft zwischen einem Mann und einer Frau wachsen lassen zu können, ist Ehrlichkeit eine Grundvoraussetzung. Wenn die beiden ehrlich, ohne Doppeldeutigkeit zueinander sind, wenn sie offen und ohne Scham aufeinander zugehen und miteinander reden, kann es diese Freundschaft durchaus geben. Es kann sogar die stärkste und anziehendste Art von Freundschaft überhaupt werden.

Zwischen Mann und Frau bestehen grosse, enorm grosse Unterschiede und es ist nicht nötig, diese abzuleugnen. Mann und Frau sind verschieden. Diese Verschiedenheit zeigt sich nicht nur körperlich, sondern auch in ihren Handlungs- und Verhaltensweisen.
Die Verschiedenheit ist eine unerschütterliche Tatsache und das ist auch gut so!
Selbstverständlich heisst das nicht, das die Frau dem Mann untergeordnet ist. Sie ist ihm ebenbürtig, aber sie ist anders. Diese Andersartigkeit muss nur in konstruktive Bahnen gelenkt werden.
Man kann auf ganz ruhige und ausgeglichene Art mit dem anderen Geschlecht umgehen, wenn man die eigene Identität von Mann und Frau mit den jeweiligen Vorteilen und Grenzen anerkennt und akzeptiert.

Wenn wir eine Frauenfreundschaft betrachten, bemerken wir, dass es trotz der Solidaritätund Zuneigung auch Konkurrenzdenken gibt. Zwischen zwei Frauen besteht immer auch Eifersucht und Rivalität. Zwei Reaktionen, die völlig natürlich und durchaus nachvollziehbar sind, wenn wir davon ausgehen, dass wir alle ständig Vergleiche anstellen, mit den Menschen unseres eigenen Geschlechts. Wir achten viel mehr darauf, wie unsere Geschlechtsgenossinnen handeln oder sich verhalten, als auf die Vertreter des anderen Geschlechts. Denken Sie nur daran, wie oft Sie sich selbst mit Ihrer besten Freundin vergleichen.
Diese Rivalität kann es zwischen einem Mann und einer Frau nicht geben. Keine Frau vergleicht ihre eigenen strähnigen Haare mit der Lockenpracht eines Mannes.

Mann und Frau bilden, jeder für sich und unabhänig voneinander, eine Gesamtheit und können sich deshalb, so verschieden sie auch sein mögen, gegenseitig vervollständigen.
Ein Mann kann in einer Freundin den Teil von Sanftheit, Sensibilität und Zärtlichkeit finden, den er selbst aufgrund der Gesellschaft noch eher, als aufgrund seiner Natur, nie in sich weiterentwickelm konnte.
Und sicher wird eine Frau, die sich einem Mann in Freundschaft anschliesst, sehr schöne Überraschungen erleben. Sie wird neben sich einen Menschen haben, der die Bedürfnisse und die intimsten Träume seiner Gefährtin verstehen kann, allein schon deswegen, weil der Sex in dieser Art von Beziehung keine Rolle spielt.
Darüberhinaus kann eine Frau als Freundin eines Mannes ihren eigenen Charakter stärken, sie kann Enttäuschungen gegenüber härter werden und auf diese dann viel distanzierter reagieren. In diesem Fall wäre es nämlich für einmal sinnvoll, etwas ruppiger und weniger sensibel zu sein.

Das schönste Geschenk für jeden von uns wäre es, eine solche Art von Freundschaaft aufbauen zu können. Leider ist es in unserer Gesellschaft schwierig, einen solchen Traum zu realisieren und die meisten haben die Tendenz, jede Art von Kontakt mit der fraglichen Person abzubrechen, wenn dieses Gefühl der „Nur-Freundschaft“ aufkommt.
Oft geschieht es in langjährigen Ehen, dass die Leidenschaft der Routine Platz macht. Eine Routine, die durch viele Jahre gemeinsamen Lebens hervorgerufen wurde. Diese Art von Verhältnis sehen leider die meisten Menschen nicht als eine neugewonnene Komplizenschaft zwischen den beiden Partnern, sondern als Bestrafung oder sogar als Versagen an.

Stellen wir uns doch einmal vor, wie schön es wäre, Handlungen und Reaktionen, die das völlige Gegenteil unserer eigenen sind, verstehen zu können, zu begreifen, dass auch in uns selbst diesselben Charaktermerkmale, wenn auch verborgen, herrschen. Tatsächlich besteht nämlich in jedem von uns sowohl eine weibliche, als auch eine männliche Komponente. Es sind nur die stereotypen Regeln der Gesellschaft, die diese Komponente, die nicht unserem eigenen Geschlecht entspricht, in den hintersten Winkel unserer Seele verbannen oder als reine Äusserlichkeit abtun.


Wir haben Jahrhunderte hinter uns gebracht, in denen es hiess, ein Mann darf nicht weinen, um nicht als „Heulsuse“ angesehen zu werden.
Ein Mädchen musste mit Puppen spielen, auch wenn es viel lieber im Garten herumtobte und sich schmutzig machte und es musste immer artig sein, sonst bezeichnete man es als „halben Bub“. Dabei wäre es doch wunderschön, einen Mann zu treffen, der zu seinen Schmerzen steht und diese erklären kann und der mit einem den Enthusiasmus über eine bestimmte Begebenheit teilt.
Es wäre ein ungeheurer Fortschritt und Erfolg, wenn ein Mann und eine Frau miteinander sprechen und alle Gesichtspunkte ernsthaft diskutieren könnten, ohne in Konfliktsituationen zu geraten, die unvermeidlich und erniedrigend sind, die beide Beteiligten verletzt und enttäuscht zurücklassen.

Einen Mann als Freund zu haben, kann für eine Frau das Ei des Kolumbus bedeuten. Es kann bedeuten, sich einem Leben stellen zu können, das immer oberflächlicher wird, das regiert wird vom äusseren Anschein und sogenanntem Moralismus. Ein Leben, das manchmal unglaubwürdig und unvernünftig ist, das uns verpflichtet, uns in ein Schema zu zwängen, das uns einengt und das nur zum Schein Verständnis und Toleranz deklamiert.
Die Frau könnte eine zwischenmenschliche Beziehung finden, die weit entfernt ist von Isolation, die eine Einheit bildet, zwischen Mann und Frau.

Zum Abschluss möchten wir noch eine Frage stellen, über die es sich lohnt, nachzudenken:
Wie oft ist es uns schon passiert, dass wir uns zurückgezogen und nichts unternommen haben, um die Freundschaft mit einem Mann zu kultivieren und zu fördern?
Wie oft haben wir schon boshaft gelächelt, wenn wir jemanden diese Art von Freundschaft verkünden hörten?
Diesselben Fragen kann man selbstverständlich auch dem „anderen Teil des Himmels“, dem Mann stellen.


Wer sein tatsächliches Verhältnis zum anderen Geschlecht, in Bezug auf eine Freundschaft dieser Art, kennenlernen will, dem schlagen wir vor, den anschliessenden Test durchzuführen. Dieser kann Ihnen sagen, was für ein Profil von Freundschaft Sie besitzen. Natürlich können Sie diesen Test auch mit Ihrem Lebensgefährten zusammen machen.


SIND SIE FÄHIG, EINEM MANN EINE WIRKLICHE FREUNDIN ZU SEIN?

1. Sind Sie in der Lage, Ihrem Lebensgefährten öffentlich einen gutaussehenden Mann vorzustellen und ihm zu sagen:“ Das ist ein guter Freund von mir.“

a.) niemals, es ist besser, ich mache ihn nicht eifersüchtig
b.) eher unwahrscheinlich, nur wenn er selbst auch sehr attraktiv ist
c.) jederzeit, schliesslich ist ja nichts dabei

2. Ihre beste Freundin und deren Lebenspartner stecken zur Zeit in einer Beziehungskrise.
Er ruft Sie an, weil er sich mit Ihnen allein unterhalten möchte.

a.) ich erfinde eine Ausrede und sage ab
b.) ich sage zu, vermeide es aber wirklich mit ihm allein zu sein
c.) ich treffe mich mit ihm und versuche ihm bei der Lösung seiner Probleme behilflich zu sein

3. Sie treffen zufällig Ihren Partner, während Sie in Begleitung eines Freundes sind.

a.) ich erröte bestimmt und suche eine Rechtfertigung, damit er nicht schlecht denkt von mir
b.) ich gehe über zu einem distanzierten Benehmen meinem Freund gegenüber und bitte meinen Partner sich uns anzuschliessen, da ich ohnehin auf dem Weg zu ihm war
c.) ich begrüsse ihn ganz unkompliziert; für mich ist es ganz natürlich, mich mit meinem Freund zu unterhalten


4. Sie besuchen mit Ihrem Partner zusammen ein Fest. Er unterhält sich sehr angeregt mit Ihrer Freundin, deren Beziehung vor Kurzem in die Brüche gegangen ist. Was tun Sie ?

a.) ich versuche mich in das Gespräch einzumischen, selbst wenn ich feststelle, dass meine Freundin meinem Partner gerade das Herz ausschütten wollte
b.) ich gebe den beiden mit einem kleinen, ironischen Lächeln zu verstehen, dass ich die Vertraulichkeiten bemerkt habe
c.) ich gehe lächelnd auf die beiden zu und sage meiner Freundin, dass sie die richtige Person zum Trösten gefunden hat. Dann lasse ich sie wieder allein.

5. Sie sind auf dem Weg zu Ihrem Gynäkologen und wegen gewisser Störungen etwas besorgt. Unterwegs treffen Sie einen Freund, der Ihre trübe Stimmung bemerkt und Sie fragt, was los sei. Was antworten Sie ihm?

a.) ich erzähle ihm nichts, ausser, dass ich im Moment nicht in Form bin
b.) ich erzähle ihm etwas von „Frauenproblemen“ und, dass er davon sowieso nichts versteht
c.) ich erzähle ihm meine Sorgen und freue mich, wenn er mir anbietet, mich zum Arzt zu begleiten

6. Ihr Partner ruft Sie an, um Ihnen mitzuteilen, dass er am Abend später nach Hause kommt, weil ihn eine Freundin gebeten hat, sie zum Flughafen zu begleiten

a.) ich bin verärgert und frage ihn, warum sie kein Taxi nehmen kann
b.) ich mache gute Miene zum bösen Spiel, bin aber innerlich sehr enttäuscht
c.) ich sage ihm, er soll sie grüssen und ihr von mir eine gute Reise wünschen

7. Sie haben den Verdacht, dass Ihr Lebensgefährte Sie betrügt und haben deshalb mit ihm gestritten. Jetzt wissen Sie nicht, was Sie tun sollen. Wem vertrauen Sie sich an?

a.) einer meiner besten Freundinnen, weil die schon immer eine Schwäche für meinen Partner hatte
b.) seiner Schwester, die ich allerdings nicht sehr gut kenne
c.) einem sehr guten Freund, den ich um Rat fragen kann, wie ich die Liebe meines Partners zurückgewinnen kann

8. Sie sind mit Freunden in einer Diskothek zum Tanzen verabredet, bemerken aber, dass einer Ihrer Freunde schlecht drauf ist. Wie verhalten Sie sich ihm gegenüber?

a.) ich tue so, als wenn nichts wäre. Das geht schliesslich auch wieder vorüber
b.) ich kümmere mich nicht weiter um ihn, schliesslich tun das im Moment alle anderen auch. Irgendwann im
c.) ich versuche ihn zu unterhalten und hoffe, ihn zum Lachen zu bringen Laufe des Abends, versuche ich aber herauszufinden, was eigentlich sein Problem ist

9. Sie sind seit 10 Jahren verheiratet und Ihr Mann ist nicht mehr so romantisch, wie früher. Wie beurteilen Sie Ihre Ehe?

a.) ich denke, wenn die Rose verwelkt ist, bleiben nur die Dornen übrig
b.) ich beklage mich, dass er nicht mehr so ist wie früher und ich mich nur noch als seine Hausangestellte fühle
c.) ich erzähle meinen Freundinnen, dass die Zeit die Leidenschaft verpuffen lässt, sich aber eine tiefe Freundschaft entwickelt hat. Diese bindet uns stärker aneinander und erlaubt es uns, uns auch ohne Worte zu verstehen

10. Sie haben ein sehr grosses Problem und glauben, zwei Lösungsmöglichkeiten gefunden zu haben Jetzt wissen Sie aber nicht, welche von beiden die richtige ist. Mit wem sprechen Sie darüber?

a.) das ist gleichgültig, Hauptsache der- oder diejenige kann mir helfen
b.) ich bespreche mich mit zwei Freundinnen, auch wenn ich weiss, dass die beiden mein Problem gar nicht richtig verstanden haben, weil sie viel zu oberflächlich sind. Aber von Frau zu Frau…wer weiss?
c.) Ich entschliesse mich, mich einem Freund anzuvertrauen, auch wenn er die Tiefe meines Problems nicht wirklich kennt, aber ich vertraue auf den männlichen Gesichtspunkt und auf seine mentale Stärke


Überwiegend A-Antworten: Für Sie ist ein Mann immer ein Mann und deshalb wäre es nie möglich, einen Mann einfach nur als Freund zu haben; keiner würde Ihnen das glauben

Überwiegend B-Antworten: Sie trauen einer Freundschaft zwischen Mann und Frau immernoch nicht 100%ig. Sie fürchten, nicht ernstgenommen zu werden, wenn Sie sagen, Sie seien mit einem Mann befreundet. Im Grunde wissen Sie aber, dass Frauen sehr viel verletzender sein können, als Männer

Überwiegend C-Antworten: Kompliment, Sie kommen wirklich aus dem üblichen Schema heraus und haben keine Angst vor dem Urteil der anderen. Sie wissen, dass es manchmal besser ist, einen Freund, als zehn Freundinnen zu haben. Sie vertrauen auch Ihrem Lebensgefährten blind, weil Sie wissen, dass er exakt so denkt, wie Sie selbst. Wer Sie kennt, darf sich glücklich schätzen


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