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Lebensmittel für Leben und Gesundheit ... oder die Kraft im grünen Saft
Die Heilkraft von Gräsern und pflanzlicher Nahrung ist seit Jahrtausenden bekannt.
Kelten, Chinesen und auch die Indianer setzten Gräser als blutreinigendes, entzündungshemmendes und immunaufbauendes Mittel ein.
Zu den heilsamsten Gräsern gehören Weizengras, Dinkelgras und Gerstengras.
Von allen lebenden Organismen nehmen Pflanzen die meiste Sonnenenergie auf. Dies geschieht in einer Form, die schliesslich alle lebenden Wesen, Tiere genauso, wie Menschen, nährt und ihnen Kraft gibt.
Diese Kraft ist am deutlichsten in den jungen Gräsern von Weizengras, Dinkelgras und Gerstengras zu finden.
Die Antwort auf Fast Food und ernährungsbedingte Probleme liegt in der starken Konzentration von Proteinen, Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren, Enzymen und Chloropyll, die allesamt in den Säften dieses Dreiergespanns verborgen sind.
Einer der ersten, der die Heilkräfte im Getreidegras entdeckte und sich wissenschaftlich damit beschäftigte, war 1928 Dr. Schnabel in Kansas City.
Er bemerkte, dass die Hühner, die mit blutbildendem Pflanzenmaterial in Form von Getreidegräsern, gefüttert wurden, viel mehr Eier legten und wesentlich länger lebten, als die, mit normalem Futter ernährten Hühner.
Bei nur 10%iger Zufütterung von Getreidegräsern stieg die Produktion von Eiern im Winter von durchschnittlich 38% auf 94% an. Aber es erhöhte sich nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität. Die Schalen der Eier waren ungleich härter und die Küken viel gesünder.
Dr. Schnabel: „ Selbst ein Kind könnte die blühende Gesundheit der grasgefütterten Hühner erkennen.“
Ermuntert durch diese Erfahrung, stellte Dr. Schnabel einen Auszug aus Getreidegräsern her und verabreichte ihn seiner siebenköpfigen Familie.
Der „Buffalo Courier Express“ vom 1.Juni 1942 berichtete über Dr. Schnabel, dass keines seiner Kinder je ernsthaft krank wurde oder schlechte Zähne hatte.
Dr. Schnabel, der seiner Zeit weit voraus war, entwickelte daraufhin einen Ernährungsplan für die hungernden Völker der Erde, auf der Basis eines hochprozentigen Protein-Nahrungsergänzungsmittels aus Getreidegräsern.
Seit Anfang der dreissiger Jahre ist Gerstengraspulver als „erste Multivitaminpille der Welt“ in den USA erhältlich.
Getreidegras zur Prophylaxe von Fehlgeburten
Mitte der dreissiger Jahre hatte Dr. George Kohler an der University of Wisconsin herausgefunden, dass der höhere Nährwert der Milch im Sommer vom Gras stammt, das die Kühe im Frühling und Sommer frassen. Er begann diesen Gras-Saft-Faktor intensiv zu erforschen.
1940 entdeckte G. von Wendt, dass Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft Milch von Kühen tranken, die mit Sommergras gefüttert wurden, sich wesentlich schneller und besser entwickelten, als Kinder von Müttern, die Milch von Kühen tranken, die mit Wintergras gefüttert wurden.
Kohler entdeckte, dass junges Getreidegras, an Milchkühe verfüttert, eine viel höhere Milchleistung erbrachte.
Daraufhin verabreichte ein Arzt in Kansas City Schwangeren, bei denen das Risiko einer Fehlgeburt bestand, mit grossem Erfolg getrocknetes Getreidegras.
Dieses getrocknete Getreidegras kann man in den Vereinigten Staaten als Nahrungsergänzungsmittel seit den dreissiger Jahren kaufen.
Ann Wigmore läutete eine Renaissance von Getreidesäften ein
Wiederentdeckt wurden die Getreidegrassäfte dann in den sechziger und siebziger Jahren in den USA, als das Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein einen Wachstumsschub erfuhr.
Einen grossen Beitrag zu dieser Renaissance leistete Ann Wigmore, Begründerin des Living-Foods-Livestyles, einem ganzheitlichen Lebenskonzept.
Ann Wigmore litt an Darmkrebs und hatte, laut Aussage ihrer Ärzte höchstens noch acht Monate zu leben.
Sie erinnerte sich an ihre Grossmutter, die im ersten Weltkrieg Wunden von Soldaten mit Getreidepresssaft geheilt hatte. Animiert durch die Erfahrungen ihrer Grossmutter, begann sie selbst zu experimentieren und fand heraus, dass Weizen-, Gersten- und Dinkelgras die meisten Entgiftungs-, Aufbau- und Nährstoffe von allen Gräsern besassen.
Sie selbst war schliesslich der beste Beweis der Heilkraft dieser Gräser und der neuen Lebensweise, denn sie wurde vollständig gesund und fühlte sich sehr vital.
1968 gründete sie, das in Gesundheitskreisen der USA berühmte „Hippocrates Health Institute“, wo sie Patienten, die von der Schulmedizin als unheilbar krank aufgegeben wurden, durch Grassäfte, andere grüne Lebensmittel, Sprossen und Rohkost heilte.
Der wohl berühmteste Patient von Ann Wigmore, der 1969 das Institut als geheilt verlassen konnte, ist Viktorias Kulvinskas.
Sein Buch „Leben und Überleben im 21. Jahrhundert“ („Survival into the 21. Century”) wurde zum Klassiker auf dem Gebiet natürlicher Ernährung.
Noch immer ist er mit Vorträgen, Seminaren und Büchern für mehr grüne Lebensmittel und Gesundheitsbewusstsein aktiv.
Gerstengras - das „perfekteste Lebensmittel der Welt“
Etwa zur gleichen Zeit, wie Dr. Wigmore in Boston, beschäftigte sich auf der anderen Seite der Erdkugel Dr. Hagiwara mit den gesundheitlichen Vorzügen von Getreidegräsern.
Er fand heraus, dass Gerstengrassaft doppelt soviel Kalzium und Kalium liefert, wie Weizengras, etwa 30-mal mehr von allen B-Vitaminen, wie Milch und zusätzlich das wichtige B12-Vitamin. Ebenso enthält er das reichhaltige Provitamin A (Beta-Karotin) und siebenmal soviel Vitamin C, wie die entsprechende Gewichtsmenge Orangen, fünfmal soviel Eisen, wie Spinat und grosse Mengen der wichtigen Mineralstoffe Magnesium, Kalium, Kupfer und Zink.
Es heisst, dass dieses Nährstoffprofil keine tierische Nahrung bieten kann.
Zudem enthält Gerstengras Isoflavonoide, die eine ähnliche Wirkung, wie gewisse körpereigene Östrogene im Körper besitzen.
Sie sind besonders in der Osteoporose-Prophylaxe von Bedeutung, da sie Kalzium zurückhalten und dessen Ablagerung in den Knochen begünstigen. Ausserdem fördern Isoflavonoide die Regeneration der Haut.
Gerstengras enthält einen hohen Anteil an essentiellen Fettsäuren, wie beispielsweise Linol- und Linolensäure.
Diese essentiellen Fettsäuren nehmen an der Produktion von Prostaglandinen, was hormonähnliche Substanzen sind, teil und beschleunigen das Zellwachstum, verbessern den Zustand der Haut und unterstützen die Funktion der Leber.
Desweiteren stimulieren sie die Tätigkeit der endokrinen Drüsen und stärken das Nervensystem.
Die im Gerstengras enthaltenen Fettsäuren bestehen etwa zu 50% aus Linolensäure, zu 20% aus Palmitinsäure und zu 9% aus Linolsäure.
In diesem Zusammenhang ist noch das Chlorophyl zu erwähnen.
Chlorophyl stärkt das Herz und beeinflusst sowohl den Kreislauf, als auch den Verdauungsapparat positiv.
Als Nahrungsergänzung empfiehlt Dr. Hagiwara zwei- bis dreimal täglich eine Dosis von
1g Gerstengraspulver bei Säuglingen, 2 — 6g (ca.1-2 Teelöffel) bei Schulkindern und Erwachsenen und bei kranken Menschen die doppelte Menge.
Die Wirkung der Gräser ist inzwischen auch wissenschaftlich belegt. Das Besondere an diesen Säften ist, dass sie vom Körper sofort aufgenommen werden.
Erwähnenswert ist noch das geheimnisvolle Enzym P4D1 im Gerstengrassaft, das in der Lage ist, eine Stimulation des DNA-Reparatursystems in den Zellen zu bewirken. Enzyme mindern Zellschädigungen radioaktiver und elektronischer Einflüsse, bremsen den Alterungsprozess, stabilisieren das Immunsystem und wirken dem Krebsgeschehen entgegen.
Es wundert sicher niemanden, dass die Wiederentdeckung des Gerstengrassaftes derzeit so rasant verläuft und immer mehr Anhänger findet.
Zum Abschluss dazu noch ein Zitat von Dr. Hagiwara:
„Der grüne Gerstensaft kann ein Gegenmittel gegen die, sich immer weiter verschlechternde Ernährung der Fast-Food-Kultur sein, weil er ein ganz natürliches Fast-Food ist und trotzdem einen höheren Gehalt an den fünf lebenswichtigen Nährstoffen (Mineralien, Vitamine, Proteine, Chlorophyll und Enzyme), als jedes andere natürliche Lebensmittel aufweist.“
Zitat Ende
Paul Pfyl




