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WICCA - DER HEXENKULT
2010-09-01

Hexen sind schon ein komisches Völkchen! Angeschuldigt hässlichster, grausamster und schreckenserregendster Taten, die sich ein „normaler Mensch“ gar nicht recht vorstellen kann, verfolgt, verjagt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt — und dennoch gibt es heute, im Jahr 2010 immer noch Anhänger und Anhängerinnen dieses uralten Kultes.
Es scheint sogar, dass die Fangemeinde der Hexen immer grösser und zahlreicher wird. Eine erstaunliche und erfreuliche Feststellung!

AURARIIUM befasst sich mit dem wahren, realitätsnahen und authentischen Hexenkult — weit entfernt von all den Schauermärchen, die man sich seit Jahrhunderten über die bösen, bösen Hexen erzählt.
Unser Mitarbeiter Roman Kaiser möchte niemanden überzeugen, eine Hexe zu werden oder seine Glaubensauffassung zu ändern. Er möchte mit diesem Artikel lediglich ein wenig Licht und Klarheit in ein Thema bringen, das leider immer noch unter vielen banalen, wirklichkeitsfremden Vorurteilen leidet.

Der Hexenkult ist eine uralte Naturreligion — wahrscheinlich die älteste Glaubensbewegung der westlichen Welt überhaupt. Experten behaupten, dass die Ursprünge des Hexenglaubens viel weiter zurück reichen, als das Christentum, das Judentum, der Islam und sogar der Buddhismus und Hinduismus.
Zudem hat der Hexenglauben sehr wenige übereinstimmende Punkte mit diesen Weltreligionen. Um sich in etwa ein Bild, eine Vorstellung machen zu können, um welche Art Kult oder Glaubensauffassung es sich hierbei handelt, wäre wahrscheinlich der Vergleich mit dem Schamanismus der Ureinwohner Amerikas oder auch der Arktis eine grosse Hilfe.

Das Erstaunliche und, besonders für Frauen, das Erfreuliche am Hexenkult ist, dass eine Göttin, also eine matriarchalische Religiösität, verehrt wird. Eine weibliche Figur also, die im Mittelpunkt steht. Dadurch werden Frauen zumindest nicht nur als Nebenfiguren oder sogar nur als banale Gebärmaschinen dargestellt.
Endlich eine Glaubensbewegung, die den Frauen Verehrung und Huldigung zu teil werden lässt, was leider bei den Weltreligionen nicht in einem übergrossen Masse geschieht.
Dies bedeutet aber nicht, dass Männer im Hexenglauben keine wichtigen Rollen spielen oder, dass es keine männlichen Anhänger gibt. Das Gegenteil ist der Fall. Der Hexenkult fasziniert viele Männer.

Man darf auch nicht annehmen, dass nur die Göttin angerufen und verehrt wird. Im Hexenglauben wird dem Gott genau so viel Bedeutung geschenkt, wie der Göttin.
Es ist aber so, dass im Hexenkult nicht wirkliche, personifizierte Götter verehrt werden. Gehuldigt und gepriesen wird in erster Linie die Natur. Und hier existiert männlich und weiblich, Geburt und Tod, Winter und Sommer, Ying und Yang.
Dies sind Kontraste, die sich immer wieder gegenseitig anziehen und, die obendrein ohne den andern nicht existieren können. Es ist der natürliche Lauf des Lebens, unseres Planeten, des Kosmos, der verstanden werden muss. Die Hexenkultmitglieder versuchen, sich als funktionierenden Bestandteil eines göttlichen Plans zu integrieren.
Ein göttlicher Plan, der aber nicht von einem bestimmten Gott oder einer bestimmten Göttin willkürlich erfunden wurde, sondern Naturgesetze, durch die alles seinen Sinn bekommt.


Die Natur ist perfekt, wahrscheinlich das einzig wirklich Perfekte auf unserem Planeten.
Die Hexenkultanhänger sind überzeugt, dass in jedem Einzelnen von uns, genauso, wie in jedem Tier und jeder Pflanze, etwas Göttliches vorhanden ist.

„Ich bin die Göttin. Du bist Gott, bist Göttin.
Alles ist göttlich — alles, was lebt, atmet, liebt, singt in der unendlichen Harmonie des Seins“
Starhawk

Wie oben schon erwähnt, ist der Hexenglauben eine Naturreligion, bzw. eine natürliche Glaubensauffassung, die im Einklang mit dem Universellen leben möchte. Dies bedeutet, dass die Natur in den Mittelpunkt gesetzt, angepriesen und verehrt wird.
Das heutige Hexenwesen, auch „Wicca“ genannt, ist eine neu-heidnische Bewegung, die stark von Personen wie Starhawk, Margaret Murray, Gerald Gardner und Alex Sanders geprägt wurde.
Es gründet auf dem alten Glauben und ist ein Kult um die „Grosse Göttin“, die in den verschiedensten Formen verehrt wird, beispielsweise, als Artemis, Astarte, Aphrodite, Diana, Hekate, Kore etc.
Bei dem Gott, dem männlichen Teil, handelt es sich um den „Gehörnten Gott“, das Symbol der männlichen Sexualität. Er ist eine Mischung aus Pan, dem griechischen Gott der Natur, und Cernunnos, einer keltischen Gottheit, die Stier, Mensch, Schlange und Fisch in sich vereint.

Es wäre sicherlich an der Zeit, im Hexenwesen nicht nur Bösartiges, Negatives und Bedrohliches zu sehen. Das Hexenwesen in unserer modernen Zeit setzt sich sehr für humanes Gedankengut und universellen Naturschutz ein.
Die Wicca-Bewegung kann ihren Mitgliedern und Anhängern sehr viel lehren im Bereich der Gleichberechtigung, der Gerechtigkeit und besonders beim Wiederfinden der
Lebensfreude und -lust.

Liebe zum Leben in all seinen Formen ist das ethische Grundprinzip des Hexenkultes.
Hexen achten und ehren alle Lebewesen, sie behüten die Kräfte des Lebendigen.
Das bedeutet Schutz der Vielfalt im Leben der Natur, bedeutet Kampf gegen Umweltzerstörung und Artenausrottung.
Starhawk

Die moderne Wicca-Bewegung hat mit den schrecklichen und grausamen Taten von sogenannten Schwarzmagiern und Satanisten nichts zu tun. Es sind zwei völlig verschiedene Bereiche!
Dennoch hört oder liest man immer wieder von Hexen, die Ihre „Dienste“ anbieten, meist zu unverschämten Preisen, um Widersachern oder Rivalen magisch Schaden zuzufügen.
In solcherlei Machenschaften wollen aber die wahren Hexenkultmitglieder ganz und gar hinein gezogen werden.
Man sollte lernen, zu unterscheiden und nicht alle in den gleichen Topf werfen.
Wer sich auch nur ein wenig mit dem wahren, antiken und doch sehr modernen Hexenkult ernsthaft befasst, wird sehr schnell erkennen, dass dieser Kult von den „Pseudo-Hexen“ um Lichtjahre entfernt ist.

Universelle Menschen- und Naturliebe, Respekt und Achtung vor dem Leben und der Weisheit, Gerechtigkeit, Selbstdisziplin, Solidarität, Ehre und Nobilität sind einige Zentralpunkte des Hexenglaubens, wonach sich seine Anhänger richten.
Es gibt keine Dogmen, Vorschriften oder Regeln, die befolgt werden müssen.
Spontaneität, Offenheit und guter Wille sind besonders gefragt, um dieser Religion der Poesie gerecht zu werden.

Nachdem diese Kernpunkten des Hexensglaubens erörtert sind, stossen wir unweigerlich auch auf die Magie.
Magie ist die Kunst, geheime und unsichtbare Kräfte der Natur zu erspüren, das tiefere Bewusstsein zu erwecken und dadurch längst vergessene Energien zu nutzen.
Die Magie nimmt einen wichtigen Platz im Hexenwesen der Gegenwart ein. Allein schon der Begriff „WICCA“, der wahrscheinlich von dem indoeuropäischen Wort „WIG“ = biegen, brechen abstammt, bedeutet, dass der Mensch die Kunst des Formens, Biegens und Veränderns der Wirklichkeit beherrscht.
Als Laie kann man sich die Magie als Energiearbeit vorstellen. Magie wird meist in sogenannten Coven (Zusammenschluss von Hexen) ausgeübt. Es werden feierliche Rituale abgehalten, Meditations- und Entspannungsübungen führen dazu, dass die Mitglieder in Trance und /oder in einen erweiterten Bewusstseinszustand verfallen.

An diesem Punkt beginnt dann die eigentlich „magische Arbeit“, der Versuch und oft auch das Gelingen, die „Normalität“ der Dinge zum Guten zu verändern.
Die Rituale werden sehr lebendig und feierlich gestaltet. Die Kultmitglieder sind bei dieser Zeremonie entweder in prächtige Gewänder gehüllt oder sie sind „vom Himmel bekleidet“, was bedeutet, dass sie nackt sind.
Die Rituale haben zwar ein Grundschema, werden aber jedes Mal verschieden gestaltet. Somit können Kreativität, Spontaneität und Phantasie frei entfaltet werden.
Da alle Mitglieder den gleichen Stand und die gleiche Wichtigkeit innerhalb der Gruppe einnehmen, spielt es keine Rolle, wer die Funktion des Hohepriesters oder der Hohepriesterin übernimmt.
Selbstverständlich gibt es auch in diesem Kult Mitglieder mit mehr Erfahrung und Weisheit. Dies bedeutet aber nicht automatisch, dass diese immer eine Führungsfunktion übernehmen müssen. Es gibt im Hexenkult keine hierarchische Autorität.

Die Stärke des Hexenglaubens liegt vor allem in seinen Covens. Dies sind Zusammenschlüsse, autonome Gruppen von Hexen und Hexern, die sich regelmässig treffen, um Esbat und Sabbat und all die anderen wichtigen Hexenfeste zu zelebrieren.
Ursprünglich soll die Mitgliederzahl eines Coven dreizehn betragen haben. Die bekannte Hexen-Expertin Margaret Murray hat sich dieser Meinung angeschlossen und die These aufgestellt, dass ein Hexenzirkel aus zwölf Mitgliedern und einem Leiter/in besteht.
Da aber die moderne Hexenkultbewegung nicht gewillt ist, starre (Glaubens-) Regeln einzuhalten, bilden sich durchaus auch verschieden grosse Gruppen.
Ausschlaggebend ist nur, dass die Mitglieder in ihren Charakteren zusammenpassen, sich mit der Zeit gegenseitig blind vertrauen und alle das gleiche Ziel verfolgen.
Für ein Hexenkultmitglied ist der Coven sehr wichtig. Es geht dabei nicht nur um das Ausführen der Rituale, sonder er stellt Glaubensgemeinschaft, Ersatzfamilie und bewusstseinsstärkende Gruppe, in der man sehr viel Neues über sich selbst, über die Umwelt, den Kosmos und das Leben im allgemeinen erfahren und intuitiv erfassen kann, dar.
Wenn die offiziellen Rituale abgeschlossen sind, werden aus diesen Treffen immer Feste und ein gemütliches Zusammensein. Jedes Ritual endet mit gemeinsamem Essen und Trinken, mit dem Austausch von Ideen, Empfindungen, Wissen und natürlich auch Klatsch.

Die Tatsache, dass Hexen ihre Vereinigungen und Rituale oft nackt veranstalten, führte zu dem Gerücht von „animalischen Sexorgien“. Dabei bedeutet das Nacktsein lediglich, dass die Mitglieder gesellschaftliche Maske fallen lassen, Hemmungen unbeschwert los werden und in Einklang mit der Natur kommen können.
Da der Hexenkult eine Glaubensauffassung der Symbole und der Mystik ist, hat auch der nackte, menschliche Körper eine symbolische Bedeutung. Er repräsentiert die Wahrheit und hat absolut nichts mit zügellosen Sexualtrieben zu tun.
Ausserdem ist es jedem freigestellt, ob er nackt sein möchte oder nicht. Es gibt im Hexenkult keine Zwänge und das Ehrgefühl eines Menschen darf niemals verletzt werden.
Die Sexualität gilt im Hexenglauben als heilig und wird als direkter Ausdruck der Lebenskraft verstanden. Solange die Liebe das Leitmotiv ist, darf sie frei ausgelebt werden.
Alle Handlungen der Liebe sind Rituale der Grossen Göttin. Dies wurde leider oft wissentlich falsch verstanden und im Mittelalter von der katholischen Kirche geahndet. Auch heute wird es noch als skandalös angesehen.

Wie wir alle wissen, hatten die Hexen es nie leicht, zu ihrer Überzeugung zu stehen.
Einen traurigen Höhepunkt erreichte die erbarmungslose Hexenjagd um 1487.
Die Inquisitoren Henricus Institoris und Jacob Sprenger liessen den leider weltberühmten Hexenhammer oder „Malleus Maleficarum“ als einzige massgebende Anleitung zur Hexenverfolgung erscheinen.
Es handelt sich hierbei um ein Buch über unvorstellbare Grausamkeiten, unmenschliches Verhaltens und himmelschreiende Ungerechtigkeiten gegenüber der Hexen und gegenüber der Humanität.
Hatte man beispielsweise eine Frau im Verdacht, eine Hexe zu sein, also in engem Kontakt mit dem Teufel zu stehen, band man ihr Gewichte oder Steine an die Füsse und warf sie in einen See oder Fluss. Falls die Frau nicht unterging, galt das als klarer Beweis, dass es sich um eine wirkliche Hexe handelt, den schliesslich rettet der Teufel seine Verbündeten vor dem Tod.
Ertrank diejenige jedoch, was logischerweise immer geschah, war dies zwar der Beweis dafür, dass sie keine Hexe war, aber tun konnte man nichts für sie.
Auch die Geständnisse der scheinbar gefährlichen, bösartigen Hexen, hatten keinerlei Bedeutung, denn wer würde wohl nicht, nach stunden- oder sogar tagelanger grausamster, erniedrigendster und schmerzhaftester Folter und Qual zugeben, dass genau er einen Pakt mit dem Teufel persönlich hat? Das Kapitel der Hexenverfolgung in diesem Buch lässt Schamgefühle aufkommen; man könnte noch viele andere Beispiele aufführen, wie Hexen „überführt“ wurden.

Wenden wir uns aber wieder den Sternenkindern, den heutigen, modernen Hexen und deren Kult zu und sind wir froh darüber, dass die Inquisitoren des Mittelalters es nicht geschafft haben, diesen Kult und diese „Religion der Poesie“ zu töten.
Die Poesie und die Kraft der Symbole und der Metaphern sind ausschlaggebend, um den Hexenkult besser zu verstehen. Die Hexenkultmitglieder sind überzeugt, dass man dadurch das Leben und dessen Sinn verstehen, erkennen und leben kann.
Symbole sind wahrscheinlich so alt, wie die gesamte Menschheit. Sie wurden nicht nur erfunden, um sogenannte Geheimsprachen entstehen zu lassen, sondern sie sind bildliche Darstellungen eines abstrakten Zusammenhanges. Sie sprechen nicht nur zu unserem Intellekt — sie sprechen vor allem zu unserer Seele.
Es verhält sich ähnlich, wie bei der Kunst des Kartenlegens und —interpretierens. Selbst, wenn man die Bedeutung jeder einzelnen Karte im Kopf hat, weiss man noch lange nicht alles. Es sind die Symbole auf den Karten, die uns den geheimnisvollen Weg zur Zukunftsdeutung und Selbsterkenntnis weisen.
Hexen befassen sich schon seit jeher mit Zukunftsdeutungen, sei dies durch die Karten, die Kristallkugel oder noch einfacher durch die Beobachtung der Bewegungen in der Natur.
Wie Symbole und Metaphern unser Bewusstsein und unsere Anschauungsweisen verändern können, zeigt das folgende Beispiel von Starhawk, Expertin für das Hexenwesen und aktives Mitglied.

„Wenn wir die Vagina als Blüte beschreiben, empfinden wir sie anders, als wenn wir sie „ein Organteil“ oder „eine Öffnung des Genitales“ nennen.
Wenn wir den Ozean als „unsere Mutter, als den Schoss des Lebens“ bezeichnen, sind wir vielleicht mehr darauf bedacht, ihn nicht mit Giften vollzupumpen, als wenn wir ihn nur als „Wassermasse“ ansehen.“

Diese Betrachtungsweise hilft den Hexenkultanhängern dabei, zu erkennen, dass man Achtung und Liebe für alle Lebewesen im Herzen tragen sollte und, dass wir alle voneinander abhängig sind und versuchen müssen, das Gleichgewicht der Natur (wieder-) herzustellen.
Zu unserem Nutzen und unserem Vorteil genauso, wie auch für unsere Nachkommen.

Die Hexensabbate sind die wichtigsten Termine, an denen sich die Hexen versammeln und gemeinsam Rituale, Zeremonien und Feiern abhalten.
Jeder weiss wahrscheinlich in etwa, was ein Hexensabbat ist, obwohl viele sofort an grausame Opferhandlungen und ausschweifende Sexorgien denken. Wie aber schon erwähnt, sind diese Darstellungen des Hexensabbats ein Produkt der Fantasie.
Der moderne Hexensabbat wird acht Mal im Jahr, immer zum Jahreszeitenwechsel abgehalten. Der Grund dafür liegt in der Verehrung der Natur, was ja der zentrale Punkt des Hexenglaubens ist.
Die Hexen möchten mit den natürlichen Veränderungen im Einklang sein und dem Rad des Jahres folgen.
Die wichtigsten Sabbattage sind: die Walpurgisnacht (30. April), die in der nördlichen Hemisphäre den Sommeranfang kennzeichnet und Halloween (31. Oktober), das in der nördlichen Hemisphäre kennzeichnend für den Winteranfang ist.
Hexensabbate und -feiern werden ausserordentlich oft im Freien abgehalten, um wirklich im engen Kontakt mit der Natur zu sein und die Rituale entsprechen immer der gegenwärtigen Jahreszeit.
Im Frühling feiert man die symbolische Geburt allen Lebens, im Sommer das Blühen und Gedeihen, im Herbst steht der Dank für die Ernte im Vordergrund und im Winter bereitet man sich auf das symbolische Sterben und Wiedergeborenwerden vor.

Ebenso steht der Hexenglauben in Verbindung mit den Mondenergien.
So, wie die Jahreszeiten, also der Einfluss der Sonne, wird auch die Mondwanderung verfolgt. Pünktlich bei Vollmond versammeln sich die Mitglieder eines Coven. Beobachtungen lassen darauf schliessen, dass die einzelnen Mondphasen einen gewissen Einfluss auf uns Lebewesen ausüben. Die Hexen sind überzeugt, dass die Energien des Vollmondes bestens geeignet sind, zur Durchführung von Ritualen und magischen Praktiken.
Symbolisch gesehen, steht der Mond in dieser Phase auf dem Höhepunkt und somit denkt man, dass seine Energien, die „Energien von Luna“ oder der grossen Göttin am wirkungsvollsten sind. Hexenvereinigungen sind immer fröhlich, ausgelassen und machen sehr viel Spass. Es wird gelacht, gescherzt, getanzt und man erfreut sich am Vollziehen der Rituale.
Diese Freude soll den Kultmitgliedern behilflich sein, den Weg zum Göttlichen und zu sich selbst zu finden.
Lebensfreude und Humor sind zwei weitere Kernpunkte des Glaubens um die Grosse Göttin.

Um den Hexenglauben mit all seinen Nuancen vorzustellen und dieser Naturreligion gerecht zuwerden, bedarf es sehr viel. AM-BER möchte aber lediglich auf falsche Informationen, unrealistische Vorurteilen und peinliche Anschuldigungen, unter denen Hexenkultanhänger leider immer noch leiden müssen, hinweisen.
„Ein bisschen Hexe“ würde vielleicht uns allen gut tun!!

Roman Kaiser

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