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Viele Menschen unseres modernen Zeitalters sind überzeugt davon, dass alles Sein auf Materie beschränkt ist. Etwas, das man mit seinen Augen nicht sehen, mit seinen Ohren nicht hören und mit seinen Händen nicht anfassen kann, existiert für sie nicht, ist nicht real.
Es gibt aber etwas Unerklärliches zwischen Himmel und Erde, zwischen Leben und Tod.
Man sollte niemals etwas ablehnen, nur, weil man es nicht kennt, nicht sehen kann und es nicht mit den Regeln unseres normalen Lebens übereinstimmt.
Dieses Etwas, von dem wir sprechen, ist unser geistiger Führer.
Es gibt viele amerikanische Indianer, die für ihre enorme Weisheit bekannt sind. Von diesen Menschen wird gesagt, dass sie schon mehrmals gelebt und sich immer wieder reinkarniert haben. Auf diese Weise sind sie zu einem ungeheuer grossen Wissensstandard gelangt.
Der geistige Führer ist nichts anderes, als die Seele und die Energie eines, einer anderen Dimension zugehörigen Lebewesens. Unser geistiger Führer ist derjenige, der uns anspornt und inspiriert, allerdings ohne sich in unsere Entscheidungen einzumischen oder unsere Gedanken und Handlungen beeinflussen zu wollen.
Das Leben beinhaltet Probleme, Glück, Leiden, Erfahrungen und Fortschritte. Ohne all diese Elemente gäbe es kein Wachstum und keine Weiterentwicklung. Die Aufgabe des geistigen Führes ist es nicht, uns zu verteidigen oder zu beschützen, sondern uns zu helfen, Kontakt mit unserem eigenen Ich aufzubauen, damit wir begreifen, dass die Antwort auf all unsere Fragen in unserem eigenen Inneren zu finden sind. Er sendet uns ständig Mitteilungen. Allerdings gelingt es uns, aufgrund unserer Unkenntnis,meist nicht, diese Mitteilungen ihm zuzuschreiben.
Da wir selbst oft nicht fähig sind, den Kontakt mit unserem geistigen Führer herzustellen, hilft er uns über Menschen oder Gegenstände dabei. Uns fällt z.B. ein Buch in die Hände, das einen ganz bestimmten Titel hat oder einen speziellen Satz beinhaltet. Über diesen Satz denken wir vielleicht unbewusst einen Augenblick nach und plötzlich spüren wir, dass er genau die Antwort enthält, die wir schon lange suchen.
In einer Zeit grosser Anspannungen, hervorgerufen vielleicht durch eine Trennung oder den Verlust eines lieben Menschen oder einfach auch, weil sich mit unserer Weiterentwicklung an einem bestimmten Punkt auch die Ziele ändern, gelingt uns manchmal dieser direkte Kontakt. Da in einer solchen angespannten Phase unsere Seele auf etwas Aussergewöhnliches sensibilisiert ist, können wir die Kanäle öffnen, die uns zu unserem geistigen Führer bringen. So wird es uns möglich, in die Ewigkeit des Universums vorzudringen, das über die irdischen Grenzen hinausgeht und unser geistiges Wachstum zu vollenden.
In der spirituellen Welt gibt es keine festen Regeln. Jeder von uns kann sein ganz persönliches System finden, den Kontakt herzustellen. Die beiden häufigsten Möglichkeiten aber sind Telepathie und Telescription.
Der telepathische Kontakt kommt über Gedanken und Gefühle zustande; man muss versuchen, in eine leichte Trance zu gelangen.
Für die Telescription nimmt man ein Stück Papier und einen Bleistift zur Hand und denkt an die Frage, die man stellen will. Man sollte seine Frage ganz spontan formulieren und aufschreiben. Wenn man sie dann nach einer Weile wieder liest, wird man bemerken, dass die geschriebenen Worte gar nicht von einem selbst stammen.
Die Kunst der Wahrsagung ist überaus komplex und weitreichend. Es gibt eine ganze Reihe von Experimenten, die man selbst durchführen kann, um mit seinem geistigen Führer Kontakt aufzunehmen und Antworten von ihm zu erhalten.
Bei der Durchführung dieser Experimente ist ein starker Wille und eine hohe Konzentrationsfähigkeit Voraussetzung.
Einige dieser Wahrsagekünste möchten wir Ihnen im Folgenden vorstellen.
SICOMANZIE:
Diese Art der Wahrsagekunst wird wie folgt praktiziert: Auf drei kleine Zettelchen schreibt man Lösungsmöglichkeiten für ein bestehendes Problem oder eine Situation, deren Weiterentwicklung man erfahren will. Diese Zettelchen rollt man sehr eng zusammen und hält sie, zusammen mit einem vierten, unbeschriebenen, über Wasserdampf. Das erste Zettelchen, das sich aufrollt, enthält die Antwort auf die Frage, die man gestellt hat. Wenn es das unbeschriebene ist, bedeutet das, dass das Schicksal offenbar stumm bleiben will.
LITOMANZIE:
Die Litomanzie ist die Kunst der Wahrsagung durch Steine. Man wirft auf eine glatte Oberfläche verschiedenfarbige Steine aus. Je nachdem wie lebhaft die Farben das Licht reflektieren, verkünden sie ihre Botschaft.
Blau bedeutet, dass das Glück sehr nahe ist; Grün heisst, ein Wunsch geht in Erfüllung;
Rot verspricht Glück in der Liebe; Gelb warnt vor Verrat oder Eifersucht; Violett zeigt eine Zeit der Traurigkeit an; Grau oder schwarz bedeuten Unglück und Pech
IPPOMANZIE:
Die Ippomanzie interpretiert das Wiehern und Stampfen der Pferde.
GIROMANZIE:
Die Giromanzie ist eine Wahrsagekunst, die ihre Vorhersagen auf folgende Weise trifft: Man steckt einen Kreis ab, dessen Rand man mit den Buchstaben des Alphabetes signiert. Man bittet eine andere Person, in diesem Kreis solange herumzulaufen, bis sie ein Schwindelgefühl erlangt und zu Boden geht. Die Buchstaben, die durch den Sturz verschoben oder bedeckt werden, geben, wenn sie richtig interpretiert werden, die Antwort.
GEOMANZIE:
Man wirft auf einem Holztisch Gartenerde aus. Die Geomanzie entschleiert die Zukunft aufgrund der Anordnung der Erde auf dem Tisch.
FILLODOROMANZIE:
Die Fillodoromanzie ist eine Art der Wahrsagekunst, die sich ausdrückt, indem man mit einer Rose in der Hand in die Hände klatscht. Je nach der Lautstärke, die die Blütenblätter abgeben, erklären sich die Vorzeichen und beantworten die Fragen.
ALETTRIOMANZIE:
Die Alettriomanzie bedient sich der Hilfe eines Huhns: Man macht im Sand eine Buchstabenspur, über die man Korn streut. Wenn das Huhn zu picken beginnt, schreibt man die Reihenfolge der Buchstaben, über die es hinwegpickt, auf. Diesen Buchstaben versucht man anschliessend einen Sinn zu geben.
ALEUROMANZIE:
Diese Kunst der Wahrsagung beantwortet die Fragen so: Die möglichen Antworten werden auf Zettelchen geschrieben, in Brotteig gesteckt und mitgebacken. Derjenige, der sein Schicksal befragen will, muss eines der Brote aussuchen. Auf diese Weise erklärt sich sein Schicksal.
LUCE




